Allgemeines

Paragraph 1 - Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen "Schützenverein Seulingen e.V."
Er ist neugegründet im Januar 1913 und in der Tradition der aus dem Jahre 1663 stammenden Schützenkette aufgebaut. Der Sitz ist in Seulingen, und der Verein ist beim Amtsgericht Duderstadt in das Vereinsregister eingetragen.



Paragraph 2 - Zweck und Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck und Ziel des Schützenvereins ist es, altes Volksbrauchtum der Heimat zu erhalten und den Schießsport zu fördern. Die Satzungszwecke werden insbesondere dadurch verwirklicht, dass Traditionsveranstaltungen unter Beachtung der Gebräuche durchgeführt werden und an solchen Veranstaltungen anderer Vereine teilgenommen wird. Daneben wird den Mitgliedern Gelegenheit zur Ausübung des Schießsports geboten und der Schießsport besonders auch durch Anleitung der Jugend gefördert und gepflegt.

Die Zielerreichung erfolgt selbstlos. Soweit Veranstaltungen schießsportlicher oder geselliger Art durchgeführt werden, sollen sie in ihrer Gesamtheit dazu dienen, die gemeinnützigen Zwecke zu verwirklichen.

Der Verein verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke und erstrebt keinen Gewinn. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Insbesondere dürfen keine Personen durch satzungsfremde oder unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Ausscheidende Vereinsmitglieder haben keinen Anspruch auf etwa vorhandenes Vereinsvermögen.

Der Schützenverein ist auf der Grundlage der freiheitlich demokratischen Grundordnung politisch und konfessionell neutral.



Paragraph 3 - Mitgliedschaft

Mitglied des Schützenvereins kann jede natürliche Person werden, die die bürgerlichen Ehrenrechte und die öffentliche Achtung besitzt; sie sollte über die deutsche Staatsbürgerschaft verfügen und das 10. Lebensjahr vollendet haben. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluss.

Die An- und Abmeldung hat beim Schützenhauptmann schriftlich zu erfolgen. Die Abstimmung über jeden Bewerber muss in der Versammlung geheim erfolgen.

Ein Aufnahmebetrag kann durch die Generalversammlung festgelegt werden. Eine Abmeldung tritt zum darauf folgenden 31.12. in Kraft. Jede Abmeldung muss der nächsten Versammlung zur Kenntnis gebracht werden.

Paragraph 4 - Pflichten und Pflichtverstöße

Jedes Mitglied ist verpflichtet, zur Förderung der Vereinszwecke im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv beizutragen. Die Rechte und Pflichten der schießsportlichen Veranstaltungen regeln die Schießordnungen.

Bei Pflichtverletzungen können durch den Ehrenrat auf Antrag des Präsidiums Vereinsstrafen (Rügen, Arbeitsleistungen, Bußen bis zum Zweifachen des Jahresbeitrags eines Erwachsenen, der sofortige Ausschluss) verhängt werden, wenn
1. beim Mitglied einer der Gründe, nach denen lt. Paragraph drei die Mitgliedschaft ausgeschlossen
ist, nachträglich bekannt wird, oder
2. das Mitglied durch unanständiges bzw. vereinsschädigendes Verhalten Ärgernis erregt oder 3. das Mitglied die Satzung des Vereins oder die Vereinsordnung wiederholt fahrlässig verletzt.

Der Ehrenrat hat das von Strafe bedrohte Mitglied vor der Entscheidung über den Inhalt der Vorhaltungen zu informieren und ihm unter Fristsetzung die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben.



Vereinsorgane
Paragraph 5 - Vorstand

Der Schützenverein hat einen Vorstand, der die Bezeichnung „Schützenvorstand“ trägt. Dieser vertritt den Verein im Sinne des Paragraphen 26 BGB gerichtlich und außergerichtlich und besteht aus:

1. dem Schützenhauptmann (1. Vorsitzenden)
2. dem Adjutanten (2. Vorsitzenden)
3. dem Schriftführer
4. dem Kassenführer

Jedes Mitglied des Vorstandes ist allein vertretungsberechtigt. Das Amt eines Mitgliedes des Vorstan-des ist ein Ehrenamt und mit keiner Besoldung verbunden. Die Einladung zu einer Vorstandssitzung kann formlos erfolgen. Der Vorstand wird auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Er bleibt so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt.



Paragraph 6 - Präsidium

Der Hauptmann leitet das Präsidium des Vereines, dessen Aufgabe es ist, den Vorstand bei der Vereinsleitung zu unterstützen und zu beraten. Das Präsidium besteht neben den Vorstandsmitgliedern aus

- den drei Mitgliedern der Schießleitung
- dem amtierenden Schützenkönig
- den Ehrenvorstandsmitgliedern
- den beratenden Mitgliedern.

Die Mitglieder der Schießleitung werden auf die Dauer von zwei Jahren von der Versammlung paral-lel zum Vorstand gewählt. Ein Mitglied der Schießleitung ist für die Jugendarbeit verantwortlich. Das Präsidium kann zur vorübergehenden Unterstützung beratende Mitglieder berufen und eine Geschäfts-ordnung erlassen, in der auch das Stimmrecht der beratenden Mitglieder, der Ehrenvorstandmitglieder und des Schützenkönigs geregelt ist. Die Einladung zu einer Präsidiumssitzung kann formlos erfolgen.

Paragraph 7 - Mitgliederversammlungen

Der Vorstand ist verpflichtet, im Jahr mindestens eine Versammlung einzuberufen. Er muss eine Versammlung einberufen, wenn das Vereinsinteresse es erfordert oder wenn mindestens 25 Prozent der Mitglieder dieses schriftlich unter Angabe des Zweckes und der Gründe fordern.

Die Mitglieder sind zu jeder Versammlung durch Aushang im Vereinskasten einzuladen. Die Einla-dungsfrist muss mindestens acht Tage betragen. Außerdem kann durch Rundschreiben auf den Ver-sammlungstermin hingewiesen werden. Jede Versammlung ist beschlussfähig, in der sieben stimmberechtigte Mitglieder anwesend sind.Anträge zur Versammlung können von jedem Mitglied vorher schriftlich beim Vorstand gestellt werden. Mündliche Anträge während der Versammlung können durch Beschluss vertagt bzw. nicht behandelt werden.

In jeder Versammlung ist ein Protokoll zu führen. Dieses ist vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu beurkunden.



Paragraph 8 - Wahlen und Abstimmungen

Selbst wahl- und stimmberechtigt ist jedes anwesende Mitglied, das das 16. Lebensjahr vollendet hat. Dasselbe gilt für die Benennung eines Kandidaten und die Teilnahme an allen anderen Abstimmungen.Falls kein Widerspruch eingelegt wird oder sofern die Satzung nichts anderes aussagt, kann über alle Anträge öffentlich abgestimmt werden.

Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung von drei Vierteln der stimmberechtigten Anwesenden einer Generalversammlung und müssen dem Schützenhauptmann mindestens vierzehn Tage vor der Generalversammlung schriftlich vorgelegt werden.Bei Wahlen und Abstimmungen in allen Vereinsorganen gelten die Prinzipien der relativen Mehrheit und der Wiederwahlmöglichkeit, es sei denn, dass diese Satzung etwas anderes bestimmt.

Die Wahl des Schützenvorstandes und der Mitglieder der Schießleitung erfolgt in einer Mitglieder-versammlung, wobei der Schützenhauptmann und der Adjutant geheim zu wählen sind. Scheidet ein Schützenvorstandsmitglied oder ein Mitglied der Schießleitung vorzeitig aus, so ist auf der nächsten Mitgliederversammlung ein Ersatzvertreter für die verbleibende Amtszeit zu wählen.



Paragraph 9 - Vereinsordnung

Die Mitgliederversammlung kann eine Vereinsordnung erlassen oder das Präsidium beauftragen, diese Vorgaben zu erarbeiten und zu erlassen.

Inhalt der Vereinsordnung können Vorschriften sein zur Rechts- und Verfahrensordnung, zur Schießordnung, zur Gruppenordnung oder zur Verwaltungsordnung. Die Vereinsmitglieder sind durch Aus-hang im Vereinskasten über Änderungen der Vereinsordnung zu informieren.

Paragraph 10 - Ehrenrat

Der Ehrenrat besteht aus zwei Mitgliedern des Vorstandes, der amtierenden Schützenkönigin und zwei weiteren Vereinsmitgliedern.

Die eben genannten zwei Mitglieder des Vereins und zusätzlich zwei Ersatzmitglieder werden von diesem aus seiner Mitte in einer Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Scheiden gewählte Vereinsmitglieder aus ihrem Ehrenratsamt aus, so übernehmen die Ersatzmitglieder nach ihrer Rangfolge bis zum Ende der Amtsperiode deren Aufgabe. Scheidet die Schützenkönigin aus dem Verein aus, so übernimmt die Vizekönigin deren Aufgabe.

Die Einladung zu einer Ehrenratssitzung muss schriftlich gegenüber den Ehrenratsmitgliedern mit einer Mindestfrist von acht Tagen erfolgen. Der Ehrenrat ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.



Beiträge und Leistungen
Paragraph 11 - Beiträge, Umlagen, Leistungen

Von den Mitgliedern werden Beiträge, Umlagen und sonstige Leistungen gefordert. Über deren Höhe beschließt eine Mitgliederversammlung. Alle finanziellen Leistungen sind bis zu dem von der Versammlung beschlossenen Termin bei Fälligkeit zu entrichten.

Eintrittsgelder zu schießsportlichen oder geselligen Veranstaltungen können in einer Versammlung festgesetzt werden.



Schlussbestimmungen
Paragraph 12 - Behinderung

Wenn der Verein in seinem im Paragraph zwei angegebenen Ziel und Zweck durch politische oder sonstige Einwirkung behindert ist, so ist das gesamte Vereinsvermögen dem hiesigen Pfarramt zur Aufbewahrung zu übergeben.



Paragraph 13 - Auflösung oder Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke

Solange der Verein mindestens sieben Mitglieder hat, kann er nicht durch Versammlungs- oder Generalversammlungsbeschluss aufgelöst werden.

Sollte der Verein aufgelöst werden oder entfallen die steuerbegünstigten Zwecke, so ist das Vereinsvermögen über das hiesige Pfarramt der Katholische Kirche Deutschlands zu übergeben, die das Vermögen zum Unterhalt des Gotteshauses in Seulingen zu verwenden hat.



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